Chemie-Adventskalender (Tür 20)

20. Dezember 2020 | D. Schollmeier

Flourescein

Gestern haben wir Euch ja die leuchtenden Luminol-Bällchen gezeigt (Tür#19) und heute wollen wir Euch noch einen anderen Farbstoff eingepackt in Alginat zeigen. Hierbei handelt es sich um den in der Überschrift erwähnten Farbstoff Fluorescein. Bestrahlt man diesen mit UV-Licht, dann leuchtet er giftig-grün, wie man im folgenden Video sehen kann:

 

Auch bei normalem Licht leuchtet das Fluorescein grün. Allerdings sieht es unter UV-Licht noch eher aus, wie kleine außerirdische Fischeier.

 

Für Chemie-Cracks:

Flourescein ist wie Luminol ein Molekül, welches bei Bestrahlung mit Licht und insbesondere mit UV-Licht eine Leuchterscheinung zeigt. Dabei beruht diese auf dem gleichen Mechanismus wie beim Luminol, dessen Elektronen durch das einfallende Licht angeregt werden und sich damit in einem höheren Energiezustand befinden. Fallen sie aus diesem angeregten Zustand zurück in den Ausgangszustand, dann emittierten sie Photonen einer bestimmten Energiemenge und erzeugen damit besagte Lichterscheinung. Bei Fluorescein reicht dabei eine sehr geringe Menge an Farbstoff für eine sehr deutliche Färbung, wie man am St. Patrick’s Day in Chicago sehen kann.

Quelle: Wikipedia

Dieses exzellente Vermögen zur Färbung auch schon bei geringen Mengen Farbstoff rührt von der guten Quantenausbeute von fast 93%, das Fluorescein nutzt also die einstrahlende Energie sehr gut aus. Dadurch findet man diesen Farbstoff in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens, zum Beispiel als Farbstoff in Notfallausrüstung, denn schon 500 g Fluorescein reichen um ca. 4000 m² Wasseroberfläche zu färben. Weiterhin findet man den Farbstoff in Shampoos, Kosmetika oder auch Kühlmitteln von Fahrzeugen, um mit der UV-Lampe schnell Leckagen finden zu können.