Chemie-Adventskalender (Tür 14)

14. Dezember 2020 | D. Schollmeier

Die Zitronen Batterie

Batterien kennt Ihr wohl alle, denn die sind aus unserem heutigen Leben, gerade in Form von Akkus für Smartphone oder Tablet nicht mehr wegzudenken. Doch das grundlegende Prinzip hinter einer Batterie oder einem Akkumulator (kurz Akku) ist immer gleich. Dieses kann man auch in einer normalen Frucht erzeugen. Zum Beispiel in einer Zitrone, hier seht ihr ein kurzes Video von einem Aufbau mit mehreren Zitronen und einer kleinen Lampe, genauer gesagt einer Leuchtdiode:

 

Es handelt sich hierbei um eine besondere chemische Reaktion, bei der sich kleine Teilchen, die sogenannten Elektronen, zwischen den Mettallteilen (Kupfer- und Zinkblech) bewegen und damit kleine Mengen Energie transportieren können. Da sich sehr viele dieser Teilchen bewegen, wird so viel Energie transportiert, dass man eine Diode damit zum Leuchten bringen kann.

 

Für Chemie-Cracks:

Es handelt sich hierbei um eine Redoxreaktion. Von der Anode (Zinkblech) ausgehend, fließen die Elektronen durch den Stromkreislauf hin zur Kathode (Kupferblech). Dabei wird die Anode oxidiert und die Kathode reduziert, was bedeutet, dass die Anode Stück für Stück zerstört wird. In der Zitrone liegen nämlich Hydronium-Ionen () vor, welche in einer chemischen Reaktion mit den Atomen des Zinkblechs reagieren:

 

 

Dabei ist die von einer Zitrone erzeugten Energiemenge ziemlich gering, allerdings kann man, wie im Video zu sehen, mehrere Zitronen miteinander verbinden, in Reihe schalten, nennt man das. Damit kann man dann wesentlich mehr Energie erzeugen. Wie im nächsten Video zu sehen, kann man es sogar ziemlich übertreiben:

 

Quelle: Mark Rober – YouTube

 

Autor*innen: Ajen Sivanandan, Tristan Salchow, Subankan Srirangavasan, Elias Klingelberg