Chemie-Adventskalender (Tür 11)

11. Dezember 2020 | D. Schollmeier

Die leuchtende Gurke

Heute wollen wir Euch ein gefährliches, aber optisch eindrucksvolles Experiment zeigen (Bitte NICHT! zu Hause nachmachen). Dabei handelt es sich um die sogenannte leuchtende Gurke. Dabei schließt man eine Gurke an zwei sogenannte Elektroden (meist sehen diese aus wie Metallstäbe) und steckt diese in beide Seiten einer handelsüblichen Essiggurke. Die Elektroden dürfen sich dabei nicht berühren und müssen mit einem abgeschirmten Kabel mit einem Transformator (Kasten zur Steuerung des Stroms) verbunden werden. Dunkelt man nun den Raum ab und erhöht die Spannung am Transformator, so beginnt die gurke zu leuchten. Schaut es Euch mal an:

 

Für Chemie-Cracks:

Die Essiggurke besteht zu 90% aus einer Salzlösung. In dieser Salzlösung sind sogenannte Ionen vorhanden, also bewegliche Ladungsträger (hier Natrium- und Chlorid-Ionen), welche den elektrischen Strom sehr gut leiten. Durch die hohe Spannung, welche man über den Transformator anlegt, entsteht in der Gurke eine große Reibung der beweglichen Ladungsträger und damit verbunden große Hitze. In Verbindung damit finden viele kleine Knallgasreaktionen innerhalb der Gurke statt. Aus diesem Zusammenspiel entsteht genug Energie, um die Natrium-Ionen der Gurke in einen energetisch angeregten zustand zu bringen. Kehren sie nach der Anregung in ihren energetischen Grundzustand zurück, geben Sie die Energie, die durch den Strom hinzugefügt wurde, in Form von farbigem Licht wieder ab.

 

Autor*innen: Sophie Behnke