Chemie-Adventskalender (Tag 16)

15. Dezember 2020 | D. Schollmeier

Chemisches Leuchten

Manche Substanzen geben viel Energie bei ihrer Herstellung oder einer anderen chemischen Reaktion ab. Diese Energie, die dann frei wird, können wir meist als Wärme, Lichterscheinung oder beides wahrnehmen. Eine andere Art von Lichterscheinung aufgrund einer chemischen Reaktion ist die sogenannte Chemolumineszenz. Im heutigen Beispiel geht es um diese Lichterscheinung bei der Substanz Luminol. Füllt man Luminol mit einer zweiten Lösung in ein Gefäß, so kommt es zu einer chemischen Reaktion in deren Verlauf man Chemolumineszenz beobachten kann, allerdings nur bei fast völliger Dunkelheit. Dies haben wir im folgenden Video einmal nachgestellt:

 

Luminol kann man auch zum Nachweis von kleinsten Mengen an Blut verwenden und somit findet es Anwendung in der Kriminalistik. Dort reagiert das Luminol mit dem Eisen in unserem Blut und erzeugt ebenfalls eine Lichterscheinung.

 

Für Chemie-Cracks:

Verantwortlich für die Chemolumineszenz ist das Anregen von Elektronen innerhalb der Atome. Diese befinden sich erst in einem Grundzustand und werden durch die Reaktion in einen Zustand höherer Energie befördert (Singulettzustand). Wenn sie aus diesem in den Grundzustand zurück fallen, wird dabei Energie in Form eines Photons im blauen Bereich des Lichtspektrums des sichtbaren Lichts emittiert (also abgegeben).

 

Autor*innen: Marc Altmeppen