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Talentschmiede des DFB

Helmholtz-Gymnasium ist jetzt Fußballschule mit leistungsorientiertem Training
VON CARSTEN BLUMENSTEIN

Alles für den Fußball (FOTO: WOLFGANG RUDOLF)
Bielefeld. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird die Zeit zwar nicht ganz reichen, doch 2014 könnte ein WM-Star aus Bielefeld kommen - und zwar mit dem Abiturzeugnis vom Helmholtz-Gymnasium in der Tasche. Die Voraussetzungen sind jetzt dafür geschaffen worden. Talentierte Fußballer bekommen an der Schule die Chance, gefördert zu werden - als Fußballer und als Schüler.

Das Helmholtz-Gymnasium ist ab sofort eine DFB-Partnerschule für leistungsorientiertes Fördertraining im Fußball. Derzeit ist sie eine von drei Schulen in Ostwestfalen-Lippe (die anderen sind in Lemgo und Bad Oeynhausen), die diesen Status haben. DFB-Stützpunktkoordinator Hans Danner hat das DFB-Talentförderprogramm für weiterführende Schulen vorgestellt und die Kooperation mit dem Helmholtz-Gymnasium angestrebt. Schulleiter Gerd Kranzmann, selbst ein großer Fußball-Fan, kam die Idee sehr gelegen. "Seit 1981 haben wir ein Ganztagsangebot, die logistischen Voraussetzungen werden erfüllt", erklärt Kranzmann.


Am Gymnasium in der Ravensberger Straße gibt es jeden Mittwoch in einer Doppelstunde ein zusätzliches Training für die talentiertesten Fußballer der Schule. Die sind bereits im DFB-Stützpunkt Steinhagen aktiv und spielen im Verein - und vielleicht schon in einer Junioren-Auswahlmannschaft.

Die jungen Sportler sind dabei schon früh als Talente entdeckt worden, am besten schon in der 4. Klasse der Grundschule. Um diese fußballerische Begabung dann weiter zu fördern, wird ein Wechsel an das Helmholtz-Gymnasium nahegelegt. Im Alter von zehn oder elf Jahren wird das DFB-Stützpunkttraining begonnen, das Gymnasium kooperiert mit Stützpunkt in Steinhagen.

Training in der Schulzeit, Freistellungen für Lehrgänge, Rücksicht bei Klassenarbeiten - das Leben eines Fünft- bis Achtklässlers hört sich gut an, doch Vorsicht: "Schule und Sport müssen zusammenpassen", sagt Sportlehrer Michael Felsch, der als Inhaber der DFB-Trainer-C-Lizenz genügend Basiswissen mitbringt. Wenn die Leistungen in der Schule nicht stimmen, dann ist Pauken angesagt.

Gesucht werden also fleißige Talente. Erst wir d ordentlich gelernt, dann wird auf dem Kunstrasenplatz auf der anderen Straßenseite gekickt. "Dabei geht es vor allem um die technische Schulung", erklärt Felsch.

Bewerber für die Talentförderung am Helmholtz-Gymnasium gibt es genug. Vereine aus Bielefeld haben schon angefragt, um ihre Talente unterzubringen. Jetzt liegt es an den DFB-Fördertrainern und am Sportlehrer, ob die richtigen Jungfußballer herausgefiltert werden. Damit vielleicht mal ein WM-Star geboren wird - mit Abitur.


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Dokument erstellt am 19.01.2007 um 19:16:59 Uhr
Erscheinungsdatum 20.01.2007 | Ausgabe: BIELEFLD | Seite: -UNVERSEITET