JG 7 Erlebnispädagogische Fahrt

Was verbirgt sich dahinter?

Die Ziele der Erlebnispädagogik sind die Bearbeitung sozialer und persönlicher Aspekte der Jugendlichen mit Hilfe dementsprechender Aktionen. Dies geschieht durch die Schaffung von Situationen, welche die Teilnehmer nur mit kooperativem Verhalten bewältigen können.

Bereiche, die erarbeitet werden können, sind z.B.:

  • Stärkung der Klassengemeinschaft
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Verbesserung der Rücksichtnahme oder des Sozialverhaltens
  • Förderung des Lernklimas in der Klasse
  • Verantwortung für Mitmenschen und Materialien

Die Schülerinnen und Schüler kommen in Bewegung: Äußerlich durch erlebnispädagogische Aktionen sowie innerlich durch die von den Trainern initiierten Reflexionsrunden. Durch ihr Verhalten während der Aktionen erhalten die Teilnehmenden direkt einen Eindruck davon, was in der Gruppe gut läuft und was verbesserungswürdig ist. Anhand der darauf folgenden Übungen kann eine Verhaltensverbesserung praktisch geübt und umgesetzt werden. Damit sich diese als positiv erlebte Veränderung in den (Schul-)Alltag überträgt und nicht nach kurzer Zeit durch die alltäglichen Rahmenbedingungen verpufft, sollen sich die Schülerinnen und Schüler vor der Fahrt Ziele setzen, anhand derer sie feststellen können, dass nach der Klassenfahrt „alles anders bleibt“.

Nutzen und Ziele

Lernen geschieht um so erfolgreicher, je mehr das soziale Umfeld unterstützend auf die Schülerinnen und Schüler einwirkt.

In einem positiven sozialen Umfeld

  • haben Schülerinnen und Schüler das Gefühl, sich in ihrer Gruppe angstfrei bewegen zu können.
  • begegnen sich Schülerinnen und Schüler in Wertschätzung und Anerkennung.
  • werden gute Leistungen anerkannt und nicht niedergemacht.
  • widmen Schülerinnen und Schüler ihre Kraft nicht dem sozialen Kampf untereinander, sondern unterstützen sich gegenseitig beim Lernen.

Die erlebnispädagogische Klassenfahrt beinhaltet …

  • mehr als ein paar Tage Spaß und Lebensfreude, obwohl diese wesentlich dazugehören.
  • bewusste und gezielte Förderung der Klassengemeinschaft und des allgemeinen Umgangs miteinander.
  • Förderung von Hilfsbereitschaft, Toleranz und Rücksichtnahme; Abwägen von Eigen- und  Gruppeninteressen.
  • Erprobung selbst organisierter Aktivitäten anstelle Konsum orientierter Passivität.
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.
  • eine Steigerung des Selbstwertgefühls, Erfahren von Vertrauen und Verantwortung, Förderung der Kreativität.
  • die Möglichkeit, der individuellen Grenzerfahrung, -akzeptanz und -überwindung.
  • die Schülerinnen und Schüler stark machen, auch für die Versuchungen durch Drogen, Sekten usw.
  • neues Erleben der Umwelt, sensibler Umgang mit der natürlichen Umgebung.

Da das Klassenleitungsteam an der Fahrt und den Reflexionsrunden teilnimmt, erhalten beide Lehrkräfte einen Blick „von außen“ auf die Klasse, losgelöst von unterrichtlichen Zusammenhängen. In den Gesprächen mit den Trainern wird das Sozialgefüge der Klasse analysiert und die Klassenleitung erhält Hilfestellungen und Empfehlungen für die weitere Arbeit mit der Klasse.

Das Helmholtz-Gymnasium hat sich mit dieser Fahrt bewusst für ein Fahrtenkonzept entschieden, das im Rahmen schulischer Möglichkeiten einen Beitrag leistet zur Förderung der Sozialkompetenz und Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler – und das in einer Lebensphase, in der dies von entscheidender Bedeutung ist. Diese Fahrt rundet die Angebote in den Klassenlehrerstunden (Orientierungsstunde / Soziales Lernen) ab und bietet eine sinnvolle Unterstützung des pädagogischen Gesamtkonzeptes am Helmholtz-Gymnasium.