Kreatives

„Bielefeld macht Schule“ – „Leben Lernen Lehren 1949-2017“

Unter diesem Titel findet zur Zeit eine sehr sehenswerte Ausstellung im Historischen Museum in Bielefeld statt, das einmal mehr seine Pforten öffnete, um Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums an mehreren Terminen hineinzulassen. Aus der Schule in die Schule, um sich nur über Gewesenes und Seiendes in der Bielefelder Schullandschaft zu informieren? Nicht nur! Der Ansatz ist ein anderer, vor allem in einem anderen Format: Poetry Slam in den Räumen des Museums, umgeben von Schulischem.

Interessierte Schülerinnen aus Jahrgang 9, EF und Q1 konnten sich zu einem Poetry-Workshop unter der Leitung von Karsten Strack (Lektora-Verlag Paderborn) anmelden. Zusammen mit den Lehrerinnen Bettina Lohkamp und Karen Wiegelmann wird nun seit zwei Wochen in einzelnen Sequenzen gedacht, geschrieben, mehr und mehr geslamt, um am Samstag, den 24.2. eben den Ausstellungsraum zur Bühne machen zu können.

Schule mal anders, Schule als neuer Raum, um tollen Texten Raum zu geben.

Eine erlebenswerte Erfahrung!

Bielefeld, im Januar und Februar 2018

B. Lohkamp und K. Wiegelmann

Die Klasse 7c veranstaltet einen Balladenabend und trägt Texte vor.

Balladen haben sich in allen Lehrplänen gehalten und sind deshalb Gegenstand des Deutschunterrichts in Jahrgang 7. Die für Kinder in ästhetischer Hinsicht durchaus anspruchsvolle und komplexe Literatur bietet dabei viel Motivationspotenzial für Vortrag und Inszenierung.

Das erfuhr auch die Klasse 7c und entschloss sich, einen Abend zu organisieren, an dem verschiedenen Balladen (J. W. Goethes „Zauberlehrling“, J. W. Goethes „Erlkönig“, Friedrich Schillers „Handschuh“, Otto Ernsts „Nis Randers“ u.a. ) den Eltern vorgetragen werden sollten.

Am 13.11. kamen so insgesamt 70 Eltern und Schüler im Foyer des Helmholtzes zusammen und wurden Zeugen, wie kreativ hier die zuvor im Unterricht vor allem textanalytisch betrachteten Balladen in Kleingruppen rezitiert und inszeniert werden können.

So dienten blaue Abfallsäcke als die vom Zauberlehrling nicht zu stoppenden Wassermassen, ein detailliert in Eigenregie bemaltes großes Tuch stellte die Hexenküche dar und „Nis Randers“ eilte in der Titanic zur Hilfe-solange sie noch ganz war.

Im Spiel mit der Betonung stieg an diesem Abend die Spannung und der herbeigerufene Hexenmeister beendete schließlich die gefährliche Situation des Zauberlehrlings.

Ein großes Lob den Schülerinnen und Schülern der 7c für diese tollen Vorträge, für die Kreativität und den insgesamt „zauberhaften“ Abend.

Karen Wiegelmann